Häufig gestellte Fragen

1. Was ist der Unterschied zwischen dem Basic und dem Komfort Paket?

2. Kann ich die Anlage als Inselanlage (ohne Netzspannung) betreiben?

3. Benötige ich eine Einspeise- (Wieland) Steckdose?

4. Kann ich die überschüssige Energie speichern?

5. Muss ich das Balkonkraftwerk an eine bestimmte Phase anschließen? (z.B. L1)

6. Welche Rolle spielt die Ausrichtung der Module?

10. Naturkraftwerk anmelden - Was gibt es zu beachten?

 

 

1. Was ist der Unterschied zwischen dem Basic, dem Komfort Paket und dem Premium Paket?

Kurz und knapp, nur den Wechselrichter. Bei den Modulen setzten wir auf den Tier 1 Hersteller LONGi.

Das Basic Paket beinhaltet den Envertech 560 Wechselrichter der hat eine maximale Ausgangsleistung von 560W und streut bis zu 600W nach oben! Seit neuem bieten wir auch den Envertech 300 mit einem Modul an. Envertech bietet 15 Jahre Herstellergarantie und ist somit unser Preis/Leistungssieger.

Das Kompfort Paket beinhaltet den Hoymiles HM-600. Der hat dagegen konstante 600Watt in der Spitze. Hoymiles bietet 12 Jahre Herstellergarantie. Die WLAN Schnittstelle decken wir mit einem kostengünstigen Shelly PLUG S ab.

Das Premium Paekt beinhaltet den DS3 von APSystems. Dieser kommt mit einer zusätzlichem ZIGBEE ECU-B Box und hat unserer Meinung nach, die schönste App für das Monitoring.

 

2. Kann ich die Anlage als Inselanlage (ohne Netzspannung) betreiben?

Nein, das funktioniert aufgrund der VDE 4105 nicht. Diese gibt vor, das das Gerät innerhalb von Sekundenbruchteilen ausschalten muss, sobald der Netzstecker gezogen wird. Wenn z.B. der Techniker am Verteilerstromkasten in Ihrer Straße arbeitet, könnte so nicht sicher gestellt werden, das die Leitung Spannungsfrei ist.

 

3. Benötige ich eine Einspeise- (Wieland) Steckdose?

Es gibt eine Empfehlung der VDE (Verbund der Elektrotechnik), die die Nutzung einer Einspeisesteckdose empfielt. Es gibt kein Gesetz, keine Vorschrift, das solch eine Steckdose verwendet werden muss. Ein Beispiel warum diese Steckdose Sinn ergibt: Nehmen wir an Kunde XY Steckt mit dem Schuko Stecker das BKW an eine Dreiersteckdose, und an dieser Dreiersteckdose hängt noch ein Ventilator, der läuft. Jetzt würde im Falle dessen, das Sie den 3er Stecker aus der Steckdose ziehen, der Ventilator als Generator (Stromquelle) für den Wechselrichter fungieren. Dieser schaltet jetzt nicht mehr innerhalb von Sekundenbruchteilen ab und wenn Sie jetzt an die Pole des Schukosteckers hinfassen, gibt es einen Stromschlag. Also Vorsicht!!!

 

4. Kann ich die überschüssige Energie speichern?

Jain, das würde mit ein paar knifflige DIY Projekte schon funktionieren. Macht aber keinen Sinn, weil: Der Sinn und Zweck ist so viel wie möglich vom produzieren Strom zu verbrauchen. Zum Beispiel 80%. Wenn Sie jetzt die restlichen 20% speichern wollen, sind das vielleicht im Jahr 140kWh.

Jetzt müssen wir die Anschaffungskosten eines ganzen "Batteriesystems" uns anschauen und werden feststellen, das mit einem LiPo4 Akku das selbst wenn Sie alles selber zusammenkaufen etc. die Anschaffung bei etwa 600-800€ liegt. Bis sich jetzt die 140 kWh wieder armortisiert haben vergehen 20-30 Jahre und in der Zeit ist auch der Akku nicht mehr zu gebrauchen.

 

5. Muss ich das Balkonkraftwerk an eine bestimmte Phase anschließen? (z.B. L1)

Nein, die allermeisten Stromzähler sind saldierend. Bedeutet vereinfacht gesagt, der Stromzähler regelt die Verteilung selbstständig und Sie brauchen sich nicht darum Sorgen wo das BKW und an welcher Phase Strom verbraucht wird.

 

6. Welche Rolle spielt die Ausrichtung der Module?

Ideal für die Module ist natürlich eine direkt Südausrichtung mit 30-40 Grad (zur Wagerechten). Wenn man jetzt an denn Sinn und Zweck eines Balkonkraftwerkes mit einbezieht ist das nicht mehr ganz korrekt. Das Ziel ist es so lange wie möglich unsere Grundverbraucher decken zu können.

Eine ideale Position wäre dann ein Modul auf Süd-Ost mit 35 Grad und ein Modul auf Süd-West mit 35 Grad auszurichten, Damit kann schon in den frühen Morgenstunden bis hin zum Abend konstant Leistung produziert werden. Die produzierten kWh mindern sich zwar dadurch, aber die Eigenverbrauchsquote steigt an, sodass am Ende insgesamt am meisten Strom und damit auch Kosten eingespart werden kann. Am besten mal "PV Ertrag Tabelle" googeln.

 

 

 

 

 

10. Naturkraftwerk anmelden - Was gibt es zu beachten?

Der Gesetzgeber hat 2019 mit der Neuregelung der Norm VDE-AR-N 4105 geregelt das jeder ein Solarmodul mit bis zu 600 Watt endlich alleine anmelden darf und das ganz ohne das Sie dazu einen Elektroinstallateur benötigen.

Die Höchstleistung des Kraftwerkes darf 600 Watt nicht übersteigen. Rund um die Anmeldung der Mini Photovoltaik Anlagen gibt es viele Gerüchte und Unwahrheiten, doch lassen Sie sich davon nicht abbringen. Es ist keine Genehmigung oder sonstiges erforderlich. Die Anmeldung ist tatsächlich nur eine Anmeldung, Alles in einem ist das in wenigen Minuten erledigt. 

Auf den Stromzähler kommt es an: 

Wenn Sie Ihr Gartenkraftwerk anmelden wollen, dann ist die erste Hürde Ihr Stromzähler, Sie brauchen einen Stromzähler mit Rücklaufsperre. Denn andernfalls würde der Zähler rückwärts laufen, wenn Ihr Gartenkraftwerk mehr Strom produziert als Ihr Haus verbraucht, das heißt Sie würden dann jede Kilowattstunde Strom zum vollen Bezugspreis einspeisen, das ist natürlich nicht erlaubt.

Ob Sie einen Zähler mit Rücklaufsperre haben oder nicht, verrät ein Blick in den Zählerschrank Ihres Hauses, schauen Sie was Sie für ein Modell haben, und geben das in eine Suchmaschine ein.Haben Sie noch einen alten Zähler dann rufen Sie einfach bei Ihrem Netzbetreiber an, berichten von Ihrem Vorhaben, und der Zähler wird meist unkompliziert und kostenlos getauscht. (sie bezahlen nämlich jetzt schon eine jährliche Miete ihres Stromzählers) In der regel dauert es wenige Tage/Wochen bis der Netzbetreiber einen Techniker zum Tausch vorbei schickt, dieser braucht dann widerrum weniger als eine halbe Stunde. Steckdosen Solaranlage in Deutschland anmeldenDer erste Schritt ist die Anmeldung bei der Bundesnetzagentur. 

https://www.marktstammdatenregister.de/MaStR/Assistent/RegistrierungsAssistentInfo?typ=1394

Der zweite Schritt ist die Anmeldung bei Ihrem Netzbetreiber. Unter folgender Seite können Sie mit Ihrer PLZ ihren Netzbetreiber finden.

https://störungsauskunft.de/stromausfall

Der Netzbetreiber ist alles andere als glücklich darüber das Sie ab jetzt ihren Strom selber produzieren und da kann es auch mal vorkommen das Sie böse Briefe oder gar Anrufe ihres Netzbetreibers bekommen der Ihnen sagt das es nicht erlaubt oder gar illegal sei. Verweisen Sie in diesem Fall gerne auf die Norm VDE-AR-N 4105 und lassen Sie sich nicht unterkriegen.Diese Anmeldung können Sie, bitte unterschrieben, per Post oder Mail an Ihren Netzbetreiber schicken. Wir empfehlen nicht den Vordruck des Netzbetreibers zu verwenden, sondern die Anlage mit unten stehender Vorlage formlos zu melden.

Download Musterformular 'Anmeldung beim Netzbetreiber'